Content über den ganzen Funnel
- Strategie & Fachvortrag
- Kontext Café Royal, global
- Vortrag 2020
- Umfang 27 Folien
Sechs Stufen, sechs Aufgaben
- + Analyse: Zielgruppe verstehen, Konkurrenz einordnen
- + Awareness: auffallen mit kundenzentriertem, nicht produktzentriertem Inhalt
- + Consideration: Vertrauen aufbauen, Vorteile aus Kundensicht zeigen
- + Intent: Transparenz liefern – Produkt, Vertrag, Lieferung, Bezahlung
- + Satisfied Client: bestehende Kunden halten und reaktivieren
- + Spread the Word: loyale Kunden zu Botschaftern machen
- + Pro Stufe definierte Content-Arten und Content-Typen
- + KPI-Raster pro Phase, von Unique Visitors bis Loyalty-Programm
Warum Content-Strategien an der Messung scheitern
Ein Unternehmen produziert Inhalte, veröffentlicht sie auf allen Kanälen gleichzeitig und stellt nach sechs Monaten fest, dass niemand sagen kann, was davon gewirkt hat. Der Fehler liegt selten beim Inhalt. Er liegt darin, dass jeder Beitrag dasselbe leisten soll. Awareness und Decision sind gegensätzliche Aufgaben. In der Awareness-Phase darf nicht über das Produkt gesprochen werden – da geht es um das Problem des Kunden, und der Inhalt muss SEO-optimiert und ungebrandet sein. In der Decision-Phase ist das Gegenteil richtig: Produktdetails, Preise, Lieferbedingungen, Reviews, so wenig Ablenkung wie möglich. Wer beides vermischt, verliert in beiden Phasen. Dazu kommt ein Punkt, den ich in der Praxis am häufigsten übersehen sehe: In der Awareness-Phase gibt es zwei völlig verschiedene Ströme. Menschen, die aktiv nach einer Lösung suchen, erreicht man über Keyword-Analyse und SEO. Menschen, die sich auf Social Media berieseln lassen, erreicht man über Zielgruppenanalyse und Eyecatcher. Dieselbe Phase, zwei Vorbereitungen, zwei Content-Sets. Der letzte Teil des Vortrags ist deshalb ein KPI-Raster: für jede Phase die passende Kennzahl und die zugehörigen Touchpoints. Erst damit wird aus einer Content-Strategie etwas, das man verteidigen kann.
- + Kundenproblem statt Produktlob
- + Phase statt Kanal
- + Kennzahl statt Bauchgefühl
- + Journey statt Einzelkampagne
Dieses Gerüst wende ich bis heute an – bei einem globalen Markenauftritt genauso wie bei einem Schweizer KMU mit drei Mitarbeitenden. Was sich ändert, ist der Umfang, nicht die Logik. Wer weiss, welche Phase er gerade bedient und woran er den Erfolg misst, braucht kein grosses Budget, um wirksam zu sein.

